10.02.2022 / Allgemein, Veranstaltungen / /

Die Mitte Einsiedeln will Sihlsee effektiver nutzen

Die 50. Generalversammlung der CVP Einsiedeln war sehr gut besucht; ein Zeichen dafür, dass die Mitglieder sich gerne wieder einmal physisch treffen wollten. Es stand aber auch der Namenswechsel auf der Traktandenliste sowie Ehrungen. Zudem möchte die Partei eine effektivere Nutzung des Sihlsees erreichen.

CVP. Bevor der traditionelle Spaghetti-Plausch startete, schilderte Gastredner Ständerat Othmar Reichmuth auf unterhaltsame Art seinen Alltag und die Behandlung der Geschäfte im Parlament. Ein erstes Highlight schon vor Beginn des geschäftlichen Teils.

Nach den feinen Spagetti und Saucen aus der Küche des Restaurant Bären by Schefer wurden die Mitglieder im Zunftsaal von Präsident Dominik Süss begrüsst. Seine erste physische Generalversammlung war zugleich eine geschichtsträchtige. Zum einen konnte der junge Präsident erstmals an einer physischen Generalversammlung seine Fähigkeiten unter Beweis stellen, zum anderen war es die 50. Generalversammlung der CVP Einsiedeln – und die Letzte, wie sich später herausstellte.

Um es vorwegzunehmen: Süss leitete die Versammlung souverän, speditiv und gut vorbereitet. Die Kassierin Cornelia Belk konnte erstmals die Rechnung präsentieren. Personell wurden Urs Gubler und Beat Gassmann als Vorstandsmitglieder sowie Bernadette Deuber als Vertreterin des Bezirksrates bestätigt. Die Aktuarin Andrea Bartl-Hiller musste ihr Amt aus beruflichen Gründen ablegen. Ihre Arbeit wurde mit einem Präsent verdankt. Als Nachfolgerin wurde Denise Egli gewählt. Somit kann der Präsident Dominik Süss mit voll besetztem Vorstand das neue Geschäftsjahr in Angriff nehmen.

Ein weiteres Highlight wartete unter dem Traktandum „Änderung des Parteinamens“.

Da die Mitglieder schon in einer früheren Versammlung über die Hintergründe und die Begründung für eine Änderung des Parteinamens informiert und diesen ausgiebig diskutiert hatten, ging dieses Traktandum zügig über die Bühne. Ganz so leicht fiel es aber nicht allen, sich vom „C“ zu verabschieden. Doch sind sich die Mitglieder bewusst, dass der Buchstabe wohl aus den Augen, sicher aber nicht aus dem Sinn ist. Die christliche Gesinnung ist nach wie vor verankert und soll die Grundlage des politischen Handelns bilden.

Die mit dem Namenswechsel einhergehende Statutenänderung konnte im Anschluss auch vollzogen werden. Somit war die 50. Generalversammlung dann auch die Letzte als CVP Einsiedeln. Künftig wird die Partei unter dem Namen „Die Mitte Einsiedeln“ auftreten.

Endlich war mit der Versammlung auch der Rahmen gegeben, Simon Stäuble für seine Tätigkeit zu würdigen. Bei den Kantonsrat-Wahlen 2020 nicht mehr angetreten, konnte er nun als Dank für seine Tätigkeit und sein Engagement für die CVP Einsiedeln das Rathaus in Schwyz in Form eines Stiches entgegen nehmen.

Stäuble selber blickte dankbar zurück, befrachtet mit vielen interessanten Erfahrungen und Begegnungen, welche er in seiner achtjährigen Amtszeit machen durfte.

Unter „Verschiedenes“ wurde aus der Versammlung die bevorstehende Abstimmung über die Etzelwerkkonzession angesprochen. In unserem Land wird die Energieversorgungssicherheit zu einem Problem werden. Die Mitte-Partei fragt sich, ob die Konzession zukünftig eine Entwicklung  zur besseren Ausnutzung des Sihlsee-/Zürichseewassers zulässt. Mit grosser Mehrheit wurde beschlossen, dem Bezirksrat dieses Anliegen zu unterbreiten. Es sollen in der Konzession, die über 80 Jahre abgeschlossen wird, nicht nur vorwiegend wirtschaftliche, sondern auch energiepolitische Aspekte berücksichtigt werden. Die Konzession darf eine zusätzliche Wasserkraftnutzung nicht behindern. Die Mitte Einsiedeln erwartet vom Bezirksrat, dass dieses Anliegen berücksichtigt wird.

Dominik Süss konnte anschliessend die Versammlung schliessen. Der nachfolgende gemütliche Teil wurde mit dem obligaten Quiz eingeleitet.

 

Foto: Dominik Süss (links) dankt Dr. Simon Stäuble für seine Tätigkeit im Kantonsrat.